18.08.08

An: Minderheitsaktionäe der GSBA Immobilien AG sowie an die Revisionsstelle DMT Dieter Meyer Treuhand

Betreff: bewertung beteiligung Immobilien AG

liebe minderheitsaktionäre der gsba immobilien ag

(falls sie inzwischen ihre aktie verkauft haben, dann bitte kurz mitteilen damit ich sie nicht mehr in diesem zusammenhang anschreibe)

im zusammenhang mit dem bestreben zu einer korrekten bewertung zu kommen, habe ich folgenden entwurf für meinen steuerkommissär beim steueramt zürich erstellt. habt ihr hierzu noch ergänzungen? sonst lass ich das mal so raus auf dass zumindest in der steuererklärung eine korrekte zahl steht.

---- entwurf

im zusammenhang mit der einschätzung des wertes der aktie GSBA Immobilien AG stellen sich einige fragen:

ein blick in die erfolgsrechnung zeigt, dass diese gesellschaft jeweils zwischen 25% bis annähernd 40% des mietertrages als pesonalkosten ausweist.
eine reine immobilienverwaltungsgesellschaft weist normalerweise etwa bis zu ca. 5% als personalkosten aus. neben diesen personalkosten wird die GSBA Immobilien AG noch zusätzlich mit weiteren verwaltungskosten belastet. beim personalaufwand handelt  es um wohl um zahlungen an hr. albert stähli, der seinerseits aktionär der die meisten aktien haltenden "Oekreal AG" ist. daneben hält die "GSBA Gratudate School of Business Administration Oekreal Foundation", eine stiftung die wirtschaftlich als teil der "Oekreal AG" zu betrachten ist (im zusammenhang mit einem geplanten verkauf wurde die stiftung mit den zahlen der zu verkaufenden Oekreal AG konsolidiert, sie ist deshalb wohl kaum als eine steuerbegünstigte separate stiftung zu betrachten, in einem gutachten von prof. moser wurde die stiftung wie folgt charakterisiert "Im Klartext wird damit die Stiftung (GSBA) zum reinen Werbemittel degradiert; die Führung und Erledigung der Stiftungsaufgaben obliegt m.a.W. nicht dem Stiftungsrat bzw. der Geschäftsführungskommission, sondern in alleiniger Machtvollkommenheit der Stifterin, somit der Oekreal AG"), noch ein grösseres paket.

zweck der "GSBA Immobilien AG" ist die vermietung der immobilie an die GSBA stiftung. der zeitliche personalaufwand für das management dieser GSBA Immobilien AG ist deshalb wohl eher bescheiden. als kleinaktionär ist an der generalversammlung mit blick in das obligationenrecht nicht viel auszurichten, da auch alle kleinaktionäre zusammen keine 10% auf sich vereinen können, ein stgb-abkärung zu veranlassen wäre dem namen der gesellschaft mit blick auf die verkaufsanstrengungen nicht zuträglich. aber rein rechnerisch ist es jedoch klar, dass es sich bei diesen personalaufwendungen um eine verdeckte gewinnausschüttung handeln muss und deshalb erstaunt, dass von seiten des steueramtes hier keine aufrechnung erfolgt. (beim geplanten verkauf der Oekreal AG, in die zu diesem zweck die GSBA stiftung wie auch die GSBA Immobilien AG als eine konsolidierte firma betrachtet wurden, wurden denn auch aufrechnungen beim lohn vorgenommen).
könnten sie dieses mail bitte an die zuständige stelle weiterleiten, damit wir kleinaktionäre allenfalls von eurer seite her eine korrekte einschätzung erhalten.

---- ende

danke für ein feedback und freundlichen gruss
sikander



 

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