19.08.09

Ein Mail an Verwaltungsrat der GSBA Immobilien AG mit der Frage, ob nachfolgendes Mail im Interessse der Aktionäre an die Julius Bär gesandt werden soll und was er hier ggf. ergänzen möchte:

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an den verwaltungsrat der bank bär.
betrifft > traktandum für die generalversammlung

guten tag

goerges gagnebin ist einerseits für die bank bär tätig, andererseits ist er seit jahren im board der stiftung gsba graduate school of business administration. die gsba stiftung hält aktien der gsba immobilien ag. auch die bank bär wird als aktionärin der gsba immobilien ag aufgeführt.

eine analyse der bilanz & erfolgsrechnung der gsba immobilien ag zeigt, dass im bereich personalaufwand sehr ungewöhnliche zahlen ausgewiesen wurden. während andere immobiliengesellschaften 4 - 7 % personalaufwand ausweisen, liegt der wert bei der gsba immobilien ag bei über 25%. diese lohnzahlung wird an den verwaltungsrat der gsba immobilien ag ausgerichtet, ebenso wurden bei lediglich rund 1 mio mietzinseinnahmen neben den 250tsd lohn auch schon über 100tsd franken für dessen pensionskasse einbezahlt.

diese zahlungen an bzw. für den minderheitsaktionär und verwaltungsrat albert stähli, stellen meines erachtens eine verdeckte gewinnausschüttung dar. d.h. der wert der aktien gsba immobilien ag wird damit einerseits geschmäert, andererseits wird zudem ein einzelner aktionär im vergleich zu den anderen bevorzugt behandelt.
ich hatte bereits deswegen kontakt zu einem mitarbeiter ihrer bank, da die bewertung dieser aktienposition anlass zu bewertungsfragen geben könnte. wohl nicht zuletzt mit blick auf wer hier in einem board der der gsba immobilien ag nahestehenden stiftung sitzt, erhielt ich dort jedoch keine auskünfte. vielleicht schweigt herr gagnebin auch, weil der advisdory board präsident max amstutz die vorgänge in der gsba immobilien ag für korrekt empfindet. auch andere stellen, wie z.b. der verwaltungsrat der gsba immobilien ag, dr. konrad stierlin, oder die revisionsstelle DMT dieter meyer treuhand, unternehmen genausowendig in dieser sache, da sie noch in anderen gesellschaften des gsba-konzern einsitz haben.

damit die frage betreffend dieser aktien unabhängig und ohne druck auf angestellte der bank behandelt werden kann, deshalb hier die frage die an der generalversammlung kurz behandelt werden soll:

hat die julius bär die wertentwicklung der seit jahren bei ihr liegenden aktien gsba immobilien ag verfolgt? hat die bank jeweils einsicht in die geschäftsberichte genommen und dabei festgestellt, dass sehr ungewöhnliche werte im personalaufwand ausgwiesen wurden? wurde im wissen um diese ungewöhnlichen werte dem verwaltungsrat decharge erteilt?
als aktionär der julius bär gehe ich davon aus, dass hier nicht das optimum aus dieser aktienposition herausgeholt wurde. ich bitte den verwaltungsrat um stellungnahme anlässlich der nächsten generalversammlung.

mit freundlichen grüsse
sikander v. bhicknapahari

cc an die revisionsstelle
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