20.08.09

Ein Mail an Verwaltungsrat der GSBA Immobilien AG mit der Frage, ob nachfolgendes Mail im Interessse der Aktionäre an die UBS gesandt werden soll und was er hier ggf. ergänzen möchte:


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An den Verwaltungsrat der UBS.
Betrifft > Traktandum für die Generalversammlung

Guten Tag

Cornel Wietlisbach, Angestellter der UBS, ist im Advisory Board der Stiftung GSBA Graduate School of Business Administration. Diese Stiftung ist - wie ich - Halterin von Aktien der GSBA Immobilien AG. Seit längerem ist bekannt, dass der Verwaltungsrat und Minderheitsaktionär der GSBA Immobilien AG bei rund 1 Mio Mietzinseinnahmen über 250 Tausend Franken Personalkosten zu seinen Gunsten verbuchen lässt.
Immobiliengesellschaften weisen normalerweise 4 - 7% Personalaufwand aus. Cornel Wietlisbach wurde über diese Zahlen informiert, er ist auch über andere Ungereimheiten im Geschäftsalltag der GSBA Stiftung auf dem laufenden. Trotzdem ist bis heute noch nie eine Reaktion von ihm zu vernehmen gewesen, z.B. indem er im Interesse der Stiftung für eine korrekte Abrechnung in deren Beteiligung GSBA Immobilien AG besorgt war.
Ein solches Nichthandeln entspricht meines Erachtens nicht den Zielen der UBS, z.B. wenn es u.a. um folgende Ausführung von Seiten der UBS geht:

- Es ist unser Ziel, unseren Kunden erstklassige wertschöpfende Finanzdienstleistungen anzubieten, überdurchschnittliche Erträge für die Aktionäre zu erwirtschaften, ein attraktiver Arbeitgeber und ein «good citizen» zu sein.

Ob eine Immobilien AG mit über 25% Personalaufwand überdurchschnittliche Erträge erwirtschaftet wäre eine Frage die sich stellt. Wenn die Immobilien AG nicht profitabel wirtschaftet, schadet dies der langfristigen Sicherstellung der Existenz der eine Schule betreibenden Stiftung, die als Aktionärin schlechter gestellt wird. Zudem wirbt die GSBA wiederholt sehr large mit dem Begriff Akkreditiert, was sicher nicht im Sinne der Qualitätsanforderungen oder einem vorbildlichen Verhalten eines good citizen ist.
Ein in diesem Zusammenhang prominent auftretender Arbeitnehmer der UBS scheint dies als kompatibel mit den UBS-Zielen zu sehen, denn die UBS wird seit Jahren immer in der Werbung der GSBA miterwähnt. 
Ist ein solches Vorgehen im Sinne des Gesamt-Verwaltungsrates und der UBS? Welcher Schaden entsteht der UBS, wenn sie mit dieser Art von Bilanzierung und Geschäftstätigkeit in Verbindung gebracht wird? (Erschwerend kommt hinzu, dass auch ein Partner der Ernst&Young, der Revisionsstelle der UBS, im gleichen Board wie Cornel Wietlisbach sitzt und deshalb die unabhängige Stelle diesbezüglich etwas kollegial mit einem Exponenten der UBS verbandelt ist.)


Und zu guter letzt fragt man sich natürlich auch, weshalb ein UBS Mitarbeiter nichts unternimmt wenn schwarz auf weiss steht, dass aus dem Konzern in dem er als Board Member aufgeführt wird, Excess Salaries bezogen werden. d.h. Löhne die über die marktwirtschaftlich begründbare Grösse hinausgehen. dies führt zu tieferen Gewinnen und damit zu ggf. nicht ganz korrekt erzielten Steuereinsparungen, ein für die UBS sehr heikles Thema wenn nicht gar Minenfeld.
Zuletzt mitgeteilt wurde dies der UBS mit Mail vom 27.7.09, es ist unter
http://www.mbagsba.ch/gsbaimmobilien/aktienkorrespondenz/090727_02.htm zu finden.

Danke für eine Info und freundlichen Gruss

Sikander

PS: ich lasse Ihnen auf Wunsch gerne die entsprechenden Zahlen und
übrigen Angaben zukommen.
cc an die Revisionsstelle

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