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Weshalb MBAGSBA zum Thema 
Kassensturz und wie man zu 400'000 Franken Werbung kommt

                  
Die TV Sendung

Über was berichtete der Kassensturz?


K Tipp

Was stand im K-Tipp und gab es dazu eine Gegendarstellung?

                  
UBI-Urteil

Über was genau urteilte die UBI und das Bundesgericht, über den Inhalt oder über die Tonalität des Beitrages?

           
Offene Fragen

Was wurde nicht publik gemacht obwohl SFDRS von Geldern der Öffentlichkeit lebt

  Das Mail von Beat Herren      

Die Sendung des Kassensturz vom 11.1.2005 handelte, wenn man heute im Kassensturz-Archiv nachschaut, von
- Prix Garantie von Coop oder M-Budget von der Migros - wer ist wirklich günstiger? /
- Werbung: Viagra-Produzent bereitet Kopfschmerzen /
- Discmen im Test: Töne zum Weghören /
- Garantie auf Handys, Rasierer und Co: Was gilt? /
- Was ist drin: Hühnerei /
- Ochsner /
- Klarstellung

Fast schon George Orwell-mässig fehlt ein Beitrag zum dem lediglich noch steht was hier zitiert wird dabei ist z.B. in der Zürichsee-Zeitung nachzulesen, dass noch über etwas anderes berichtet wurde (dieser Bericht fehlte im November 2006 im Medienspiegel von einem der in diesem Artikel beschriebenen Institute):

(Einschub aktuell in 2009: Man macht mich darauf aufmerksam dass der Beitrag gar nicht weg ist, er sei auf youtube.com abrufbar)

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Klarstellung
Der Kassensturz berichtete am 11.01.2005 über MBA-Lehrgänge in der Schweiz. In einer gerichtlichen Auseinandersetzung haben das Schweizer Fernsehen und die GSBA Zürich folgende Klarstellung vereinbart:
Die noch bis ins Jahr 2008 laufende Kooperation der GSBA mit der amerikanischen Universität SUNY wird seit März 2005 ergänzt durch eine Kooperation mit der University of Maryland. Damit erwerben die Absolventen in einem Studium zwei Degrees: den amerikanisch (AACSB) und den europäisch (FIBAA) akkreditierten MBA.

Wir bedauern, falls durch unsere Berichterstattung der Eindruck entstanden sein sollte, dass die GSBA mit falschen Angaben operiert.


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Klickt man im Oktober 2006 auf 'Sendung' um festzustellen, zu welchem Bericht hier noch eine Klarstellung erfolgte, kommt nichts. Dabei stellen sich allein aufgrund der Klarstellung einige Fragen: Weshalb muss einer Anfang Januar ausgestrahlten Sendung klargestellt werden, dass ab März eine Kooperation ergänzt wurde. Kassensturz ist meineswissens keine Hellseher-Sendung.

Nur wer damals die Sendung auf Video aufnahm oder sich den Beitrag via Internet angeschaut und heruntergeladen hat weiss, zu was hier eine Klarstellung erfolgt. Wer die Sendung nicht gespeichert hat sucht via YouTube myvideo.de etc. oder fragt sich, ob er jemanden kennt, der diese Sendung digital vorliegen hat.

Für alle anderen hier der Vollständigkeit halber als Zitat wiedergegeben, was damals auf der Kassensturz-Website stand. Es geht um einen Weiterbildungstitel wie er gemäss der Sendung bei der Universität Zürich oder der Freien Universität Teufen und anderen Instituten angeboten wird. Die vorgenannte Klarstellung wird sich wohl auch auf diese Zeilen beziehen:

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Management-Kurse: Viel Geld für Titel mit Makel      

Die Nachfrage nach Manager-Kursen ist gross, das Angebot auch. Doch längst nicht jede Schule bietet eine seriöse Ausbildung. Wer sich vom Hochglanz-Werbematerial blenden lässt, gibt zehntausende Franken für einen nutzlosen Titel aus.

Der Master of Business Administration, kurz MBA, ist ein prestigeträchtiger Titel. Für viele, die an der Universität Zürich die zweijährige Ausbildung zum MBA absolvieren, bedeutet er ein wichtiger Schritt in ihrer Karriere. Dafür greifen die Nachdiplom-Studenten tief in die Tasche: Bis zur Diplomübergabe bezahlen sie 70'000 Franken. An der Universität verbringen sie 100 Tage, zusätzlich wenden sie für das Studium 200 Tage zu Hause auf. Mit zur Ausbildung gehört überdies ein zweiwöchiger Kurs an der renommierten amerikanischen Yale University. Die Nachfrage nach MBA-Studienplätzen ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. Der prestigeträchtige Titel kann ehrgeizigen Managern manche Türe öffnen, aber nur wenn er von einer Schule mit Renommee verliehen wird. Und das haben bei weitem nicht alle. "Die Wirtschaft schaut immer mehr, woher ein MBA ist. Es gibt nämlich MBA-Lehrgänge, über die man nur lächelt, weil es nur ein Titel ist, den man fast kaufen kann", sagt Unternehmensberater Egon Zehnder.

Das Angebot an MBA-Ausbildungen ist gross. Interessenten haben Mühe, sich zurecht zu finden. Welche Schule ist seriös, welche schlecht? Jährlich investieren angehende Managerinnen und Manager 150 Millionen Franken in einen MBA-Titel. Doch dieser Titel ist nicht geschützt. Einen MBA-Lehrgang bietet zum Beispiel auch die freie Universität Teufen FUT an. Die "Studierenden" können das MBA-Diplom laut Werbebroschüre unmittelbar nach der Anmeldung "und nach einem kurzen Spezialstudium" erwerben. Es kostet 13'000 Franken. Diese "Pseudo-Uni" gehört einem "Doktor" Richard F. Estermann. Er wollte vor der Kamera keine Stellung nehmen. Auch bei der grössten MBA-Schule in der Schweiz, der Graduate School of Business Administration GSBA in Horgen, ist nicht alles so goldig wie es im Werbeprospekt aussieht. "Viele Leute, die dort waren, vermerken dies nicht im Lebenslauf und legen nicht offen, dass sie an dieser Schule waren. Sie sind nicht stolz darauf, um es gelinde auszudrücken", sagt die Topkaderfrau Christina Kuenzle. Kuenzle war Miglied der Sulzer Geschäftsleitung und coacht heute Führungskräfte. Sie hat ihr MBA an der renommierten pariser Insead-Schule erworben.

Bei der GSBA absolvieren zur Zeit 369 Teilnehmende den Lehrgang. 72 Tage Ausbildung kosten hier 63'000 Franken. Als Referenzen für die Seriosität listet die GSBA im Werbekatalog einige wichtige Unternehmen auf. Kassensturz hat bei acht von ihnen nachgefragt. Novartis schreibt, es bestehe keine Zusammenarbeit mit der GSBA. Auch die Zürcher Kantonalbank und Orell Füssli arbeiten nicht mit der GSBA zusammen. Swisslife bevorzugt andere Schulen. KPMG und Credit Suisse haben entweder eigene MBA-Programme oder lassen ihre Mitarbeitenden an staatlichen Universitäten ausbilden. Mercedes Benz schreibt: "Kein einziger unserer 1100 Mitarbeiter hat die GSBA besucht". Vornehm, aber klar drückt sich die Zürich Versicherung aus: "Wir beurteilen den Wert des Diploms der GSBA im Vergleich zu anderen Schulen eher zurückhaltend." 

Ein Trumpf der Schule war bis anhin die Zusammenarbeit mit der Universität SUNY in New York, wo GSBA-Studierende zweimal zwölf Tage verbringen konnten. Dass der Vertrag zwischen den Amerikanern und der GSBA seit mehr als einem Jahr gekündigt ist, verschweigt die GSBA in ihrer Werbebroschüre. Ein herber Schlag für die grösste Schweizer Management-Schule, denn viele Studierende entscheiden sich gerade wegen dieser Zusammenarbeit für die GSBA. Um den guten Ruf bemüht wollte die GSBA ihren Lehrgang durch das renommierte EQUIS-Label (EQUIS: European Quality Improvement Systems) qualifizieren lassen. Akkreditiert sind unter anderen das IMD in Lausanne oder die Universität St. Gallen. Die GSBA wartet noch heute auf die begehrte Auszeichnung. Rektor Albert Stähli begründet, die Akkreditierungen seien noch in einem sogenannten Appealverfahren. "Die erste Antwort war nicht negativ, sondern, dass wir noch bestimmte Dokumente nachreichen müssten. Das haben wir jetzt gemacht."

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Am 19. Mai 2005 war die folgende Gegendarstellung auf dem Internet abrufbar: