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Weshalb MBAGSBA zum Thema 
Kassensturz und wie man zu 400'000 Franken Werbung kommt

                  
Die TV Sendung

Über was berichtete der Kassensturz?


K Tipp

Was stand im K-Tipp und gab es dazu eine Gegendarstellung?

                  
UBI-Urteil

Über was genau urteilte die UBI und das Bundesgericht, über den Inhalt oder über die Tonalität des Beitrages?

           
Offene Fragen

Was wurde nicht publik gemacht obwohl SFDRS von Geldern der Öffentlichkeit lebt

         

Einige Absolventen eines Schulungs-Instituts aus Horgen sowie der Dean des Instituts klagten und so führte der Fall via UBI bis an das Bundesgericht.

Der UBI Entscheid stellt fest, der Kassensturz habe "dem Publikum wesentliche Fakten bzw. gegenteilige Standpunkte vorenthalten
" sodass es sich "keine eigene Meinung zum Wert von MBA-Lehrgängen in der Schweiz" bilden konnte. Es seien "Journalistische Sorgfaltspflichten wie das Transparenzgebot und die Pflicht zu einer fairen Berichterstattung sind nicht beachtet worden."

Im Entscheid des Bundesgerichts steht in E 4.3.1 es sei programmrechtlich nicht zu beanstanden, dass der Ausbildungsgang auf seinen Wert hin hinterfragt wurde. 
Zudem stellt das Bundesgericht fest Zitat: „ob und wieweit die verschiedenen Vorwürfe inhaltlich gerechtfertigt waren, bildet nicht Gegenstand des Verfahrens“, wobei allerdings die "Schwere der Vorwürfe in der Sendung hätten die Grenzen eines noch zulässigen anwaltschaftlich konzipierten Berichts überschritten".


Also war hauptsächlich die Tonalität des Beitrages Grund für die Zustimmung der UBI und der Fact, dass der Rektor sich nicht zu den Kritiken anderer Teilnehmer in der Sendung hat Stellung nehmen können. Ob die Vorwürfe in der Sendung inhaltlich falsch seien, wurde nicht geprüft. Dies war anscheinend nicht Teil der Klage bzw. nicht Aufgabe des Gerichts dies abzuklären und somit ist davon auszugehen, dass kein Gericht ein Urteil gefällt hat, wonach der Inhalt der Sendung falsch sei.
Siehe auch den NZZ Online Beitrag der auf www.medienethik.ch als PDF abrufbar ist.

 
Das Bundesgerichtsurteil zum Fall beschreibt einige Sequenzen aus der TV-Sendung, die ich zur Zeit nicht mehr auf der Kassensturz-Site finde. Vielleicht werde ich einmal das wortwörtliche Protokoll der Sendung inklusive der umstrittenen Passage, ob es bei einer Aussage um "(die) Leute" ging, hier aufführen.

Es geht um den Fall:

2A.653/2005 /leb
 
Urteil vom 9. März 2006      II. Öffentlichrechtliche Abteilung
 
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Bundesrichter Betschart, Hungerbühler,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.
 
Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG, SF DRS, Fernsehstrasse 1-4, 8052 Zürich,
Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Rudolf Mayr von Baldegg, Töpferstrasse 5, 6004 Luzern,
 
gegen
 
1.X.________
2.Y.________, und weitere Beteiligte,
Beschwerdegegner, alle vertreten durch
Rechtsanwalt Dr. Markus R. Frick,
Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen, Postfach 8547, 3001 Bern.
 
"Kassensturz" vom 11. Januar 2005: "Management-Kurse: Viel Geld für Titel mit Makel",
 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen vom 25. August 2005.
 
Sachverhalt:
 
A.
Das Schweizer Fernsehen DRS strahlte am 11. Januar 2005 im Rahmen des Konsumentenmagazins "Kassensturz" den rund neunminütigen Beitrag "Management-Kurse: Viel Geld für Titel mit Makel" aus. Der Bericht wurde mit der Bemerkung eingeleitet, dass viele Leute für einen Master of Business Administration (MBA) jahrelang neben ihrem Job hart arbeiten und viel Geld ausgeben würden, doch nicht jeder Titel dieses Geld auch wert sei. Gezeigt wurden in der Folge als "klassische Titelmühle" die Freie Universität Teufen (FUT), deren Diplom für Fr. 13'000.-- gekauft werden könne, die Universität Zürich, deren Ausbildung bis zur Diplomübergabe Fr. 70'000.-- koste, 100 Tage dauere und einen zweiwöchigen Kurs an der "renommierten amerikanischen Yale-University" umfasse, sowie die Graduate School of Business Administration (GSBA), die als grösste MBA-Schule in der Schweiz mit einem Lehrgang von 72 Tagen und Kosten von Fr. 63'000.-- "besonders aggressive Werbung" mache. Im Anschluss an die Stellungnahme der als "Top-Kaderfrau" vorgestellten Z.________, wonach (die) Leute, die an der GSBA waren, dies in ihrem Lebenslauf nicht vermerkten, da sie darauf - "um dies mal gelinde auszudrücken" - nicht stolz seien, geht der "Kassensturz" während rund sechs Minuten der Frage nach, was hinter diesem Urteil steckt. Dabei thematisiert er den angeblich fragwürdigen, da durch die GSBA selber verliehenen Professorentitel einer Lehrkraft, die im Werbematerial nicht offen gelegte Kündigung der Zusammenarbeit durch die  SUNY-Universität (University at Albany State University of New York), die fehlende Zertifizierung mit dem begehrten EQUIS-Label (European Quality Improvement System) sowie die angeblich fehlende Zusammenarbeit mit gewissen im Werbeprospekt genannten Wirtschaftsunternehmen.

der hier vollständig nachgelesen werden kann. (oder auch via www.bger.ch)