M

B

A

G

S

B

A

MIT

BESTEN

ABSICHTEN

GANZ

SCHÖN

BISSIGE

ANSICHTEN

Home > Startseite        

Weshalb MBAGSBA zum Thema 
PR und Presse

                  
Gourmet

Ein Magazin der Gastrobranche.

                
M+K

Schreibt über Weiterbildung und leitet ungefragt Mails weiter?

              
Der Organisator

1000 Abos an eine einzelne Abnehmerin verkauft.

             
Chefredaktor gesucht

Freie Schreibe versus Angst vor Mandatsentzug.

  BILANZ Ranking Hotels Korrespondenz mit M+K Korrespondenz Organisator  

 

Auf der Suche nach einem Teilzeit-Chefredaktor im Herbst 2001 stellte sich heraus, dass in der Schweiz Journalisten, die sich für einen Chefradaktions-Posten bewerben, Angst vor Mandatsentzügen haben...


In einer Salz&Pfeffer Rubrik lautete der Titel deshalb:

Nachfolger gesucht

Die Suche eines neuen Chefredaktors für unser Schwestermagazin Cigar bescherte uns auch Post zum nachdenklich stimmen.

Da schreibt ein Bewerber nach reiflicher Überlegung: "Meine Kunden mit denen ich seit Jahren schon gute Umsätze tätige, befürworten leider nicht, wenn ich für Salz & Pfeffer tätig werde. Wenn ich nur eine Zeile für Sie schreiben würde, hätte ich einen fristlosen Mandatsentzug."

Wie frei schreibt wohl ein Journalist, der so drangsalisiert von seinen Auftraggebern tätig ist. Würde er zu schreiben wagen, dass der grösste Deutsche Pizzaverteiler Pizzas ohne Mozzarella herstellt? Der Herr hat übrigens "einen Marktwert, an den haben sich alle zu halten". Wie viel ist denn seine unabhängige, von einem fristlosen Mandatsentzug bedrohte Schreibe wert? 40'000 Franken pro Artikel für ein Wirtschaftsmagazin?

Aus seiner Sicht besteht die Gefahr, dass man als Mitspieler im Pfefferland "von den Schweizer Medien überfallartig in die "schwule" Ecke gedrängt werde, also nicht an der redaktionellen Leistung, sondern an den sexuellen Ausschweifungen meiner Vorgänger gemessen werde..." Autsch! Was für ein Problem haben Menschen, die solches schreiben und denken. Sind die eventuell neidisch auf das ausschweifend-promiske Leben das den Nicht-Heteros nachgesagt wird.

Dabei bräuchte sich der Bewerbus interruptus zur Zeit keine Sorgen über die Präferenzen im Gewürzhaus zu machen. Seit Ende August sind im Salz&Pfefferland nur Hetis tätig. Zum Beispiel ich. In wenigen Monaten 20 Jahre mit der besten Frau aller Zeiten verheiratet. Ich weiss, alle sagen das über ihre Frauen, aber bei mir stimmt's. Daneben bin ich über 10 Jahre mit dem Salz&Pfefferland verbandelt, In diesen Jahren hatte ich nie das Gefühl, ich müsse sicherheitshalber mit Blechhosen bewaffnet zur Arbeit erscheinen. Auch hat mir kein Auftraggeber je ein Mandat gekündigt. Im Treppenhaus werde ich weiterhin freundlich gegrüsst, und an der Weiblichkeit meiner Frau besteht kein Zweifel. Was plagt nur jemanden, der mit solch gewundenen Erklärungen seine Bewerbung zurückzieht. Die Frage nach seinem Betreibungsauszug?

Der Bewerber hatte übrigens auch Angst "dann von den sogenannten ernstzunehmenden Wirtschaftsmedien zur "persona non grata" erklärt" zu werden.


Ich bin lieber persona non grata als ein Rücken non grada.
Und mit Erwin Dettling als Chefredaktor fand sich damals eine Person, die mit geradem Rücken und gut recherchierten Artikeln durchs Leben geht.