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Die Auflage von ORGANISATOR, Das Magazin für KMU, gemäss Mediadaten 2006

Was bedeutet 'GSBA, verkaufte Abonnemente'? Bestimmt nicht 'Ganz Schön Bissige Ansichten', ich wüsste nicht wohin mit dem Papier, es wird sich vielmehr um die an die Graduate School of Business Administration Oekreal Foundation verkaufte Auflage handeln. Diese 1000 Stück sind nicht in der WEMF-beglaubigten, also normal verkauften Auflage, enthalten, die Abonnentin hat wohl einen Spezialdeal was diese 1000 Stück betrifft.

Wie beeinflusst ein solches Gross-Abonnement (Stichwort Klumpenrisiko und Unabhängigkeit) das Verhalten eines Verlages zum Beispiel dann, wenn es um den Inhalt des Magazins geht? Ein Blick in die Publikationen der letzten Monate zeigt eine enge Zusammenarbeit mit der Grosskundin.

Die Abonnentin wird als Partner auf der Website aufgeführt und die Zeitschrift stellt den Interessenten, die sich bei der Grossabonnentin für eine Weiterbildung zwischen dem 15. September und 15. Dezember anmelden, für Fr. 4000.- Stipendien in Aussicht. Dies kann wohl problemlos aus den 1000 mal 150.-, also Fr. 150'000 Franken Einnahmen (abzüglich einen Mengenrabatt) finanziert werden. Die Adresse der 'Stipendienkommission ORGANISATOR' lautet der Einfachheit halber gleich wie die Adresse der Abonnentin im Hause der GSBA-Immobilien AG, Horgen.

Seit Monaten häufen sich zudem Artikel im Magazin ORGANISATOR, die vom Dean der Grossabonnentin verfasst werden. Thema ist jedes Mal rein zufällig ein Bezug zur Graduate School of Business Administration. Über Monate hinweg wird so den Lesenden auf nicht speziell bezeichneten Seiten eigentlich nichts anderes präsentiert als das, was in anderen Zeitschriften als Publireportage deklariert wird. Publireportagen können auch beim ORGANISATOR gebucht werden. Sie werden speziell gekennzeichnet und haben einen Werbewert ca. Fr. 5000.- pro Seite. Positiv zu vermerken ist die Erwähnung, dass der Autor Dean der im Artikel genannten Graduate School ist. Angefragt wurde inzwischen beim Chefredaktor, ob der Autor auch ein übliches Journalisten-Honorar für seine Zeilen erhält.

Der Verlagsleiter (und nicht etwa der Chefredaktor, der doch eigentlich die Zeilen im Heft zu verantworten hat) benötigte fast zwei Monate Zeit zur Formulierung seiner Antwort:
 

Die Artikel, die für den Leser einen erkennbaren Nutzen bringen, werden dem Autor gemäss Vereinbarung mit GSBA honoriert.

Ob die Zeilen aus Sicht des ORGANISATOR einen erkennbaren Nutzen bringen, ist nicht bekannt. Ob die Vereinbarung eine Honorierung gemäss Gesamtarbeitsvertrag beinhaltet, oder ob der Autor eine besonders tiefes oder besonders hohes Honorar erhält, ebensowenig. 

Wie stark die Abonnentin den Inhalt des Magazins mitprägt, zeigen diese Beispiele:

Nr. 09/05 Ein Interview mit dem Dean der Gross-Abonnentin
Nr. 10/05 Global Executive MBA by Albert Stähli, 2 Seiten
Nr. 12/05 Über den MBA-Kongress der Abonnentin by Albert Stähli, 2 Seiten
Nr. 01/02 06 China und das MBA Forum der Abonnentin by Albert Stähli, 2 Seiten
     und ein Artikel über einen LivingCase der aus den Schulräumen der Abonnentin stammt.
Nr. 03/06 Ein Living Case aus den Schulräumen der Abonnentin by Albert Stähli, 2 Seiten
Nr. 04/06 Über den MBA Kongress der Abonnentin by Albert Stähli, 3 Seiten
Nr. 06/06 Über den MBA Kongress der Abonnentin und den Director Executive Education GSBA
      und GSBA-Professor für Corporate Strategy

Rein volumenmässig könnte hier, wenn es sich um Publireportagen handelt, von ca. 100'000.- Werbewert gesprochen werden.

Zusätzlich ist die Grosskundin auch auf der Website als Partner aufgeführt und in diesem Zusammenhang ist ein Ranking des Magazins BILANZ hier auf der Website von ORGANISATOR zu finden, dessen Entstehung und Inhalt wohl kaum eine Zustimmung der  Autoren des Bilanz-Artikels finden wird. Gehört diese Dienstleistung mit zum vermuteten Paket Abo gegen Werbung?

Die Antwort des Verlagsleiters am 5. Dezember 2006, fast zwei Monate nach Anfrage an den Chefredaktor (es stellt sich auch hier die Frage: Weshalb antwortet der Verlagsleiter auf eine Frage, die redaktionelle Inhalte, betrifft?):
 

Es besteht mit der GSBA eine Vereinbarung über gegenseitige Leistungen, die für beide Seiten einen Nutzen bringen.

Bereits früher gab das Magazin dem hier als Autor auftretenden Albert Stähli Raum, um einige Zeilen über sein Unternehmen zu verfassen. Dass der Autor dabei auch nicht ganz korrekte Inhalte publizieren liess, wurde wohl beim Lektorieren übersehen.
So schrieb der Autor Albert Stähli Anfang 2003, die FIBAA, ein Institut das Business Schools akkreditiert, sei unabhängig und 1994 gegründet worden. Albert Stähli selbst war jedoch bereits vor 1994 Stiftungsrat der FIBAA die früher FIBA hiess. Weshalb nur versuchte er in diesen Zeilen, die Vergangenheit anders darzustellen als sie wirklich war? Die Antwort findet sich vielleicht bei den Ausführungen über die FIBA/FIBAA und den Presseberichten von Anfang der 90-er Jahre.

Ob das Verhalten dieser Zeitschrift den Q-Normen entspricht, wurde beim Verband Schweizer Presse angefragt. die Q-Normen verlangen u.a.:


Publizistisch unabhängig – inhaltlich kompetent
Eine Q-Publikation wird von einem publizistisch unabhängigen Redaktor/Chefredaktor verantwortlich geleitet. Redaktionelle Texte sind von den Anzeigen klar getrennt. Redaktionelle Inserate, Publi-Reportagen und andere bezahlte Beiträge sind als Anzeige oder PR-Beitrag gekennzeichnet. Die Grundsätze der Schweizerischen Lauterkeitskommission werden beachtet und eingehalten.

Sind Artikel im ORGANISATOR, die aufgrund "einer Vereinbarung über gegenseitige Leistungen, die für beide Seiten einen Nutzen bringen" PR-Beiträge oder nicht? 
Geld für eine klar deklarierte Publi-Reportage zu bezahlen, ist doch auch eine Vereinbarung über gegenseitige Leistungen, und zu hoffen ist, dass die Publi-Reportage den Nutzen erbringt, den ein Auftraggeber in Franken und Rappen bezahlt.



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